Liebe Schachfreunde,
fast 12 Millionen Partien enthält die gerade veröffentlichte Mega Database 2026. Ständig weiterentwickelte Analyse- und Statistikfunktionen machen uns zum „gläsernen“ Spieler. Unser Eröffnungsrepertoire, Spielstil, Stärken und Schwächen sind auf Knopfdruck grafisch aufbereitet verfügbar. Damit treffen wir häufig auf gut vorbereitete Gegner, bei den Profis ist die Vorbereitung sogar unverzichtbar.
Wie soll man darauf reagieren? Ex-Weltmeister Magnus Carlsen hat schon früh die Antwort gegeben. Er spielt unzählige Eröffnungen und macht damit eine gezielte Vorbereitung fast unmöglich. Vishy Anand überraschte im WM-Kampf 2008 Vladimir Kramnik mit einem Gamechanger schon im ersten Zug. Er wechselte vom Königsbauer 1. e4 zum Damenbauer 1. d4, Kramniks Vorbereitung lief ins Leere, Anand wurde Weltmeister.
GM Zigurds Lanka stellt ein Eröffnungskonzept für Amateure vor, die mit Weiß ihr Repertoire erweitern und ihre Gegner überraschen wollen. Das Konzept rund um den Zukertort/Barry-Komplex mit 1. d4!? richtet sich an e4-Spieler, die schon im ersten Zug den Gegner aus der Vorbereitung werfen möchten. Auch d4-Spieler können damit den theorielastigen Damengambit- und Indisch-Varianten ausweichen und einen neuen Pfeil in ihren Köcher legen.
