Was für ein Wochenende. Was für eine Saison. 30:0 Mannschaftspunkte, 81,5 Brettpunkte, 7 Punkte Vorsprung vor der Konkurrenz. Wir kehren als Deutscher Meister vom Bundesligafinale in Berlin zurück. Unser zweiter Titel in drei Jahren.
Zwei Siege am Heimwochenende, zwölf Siege in zwölf Runden – wir setzen uns an der Spitze der Bundesliga weiter ab. Nach dem 5,5:2,5 gegen den FC Bayern München und dem 7:1 gegen den SV Deggendorf stehen wir bei 24:0 Punkten. Baden-Baden folgt mit 21:3.
Zwei Siege, zwei Punkte Vorsprung und vier Brettpunkte Polster – das ist die Bilanz, die wir nach dem jüngsten Doppelspieltag in der Bundesliga ziehen. Nach zwei Matches in Bremen stehen wir mit 20 Mannschaftspunkten an der Spitze vor der OSG Baden-Baden (18), die am Sonntag gegen Deizisau nicht über ein 4:4 hinauskam. Neben den zwei Mannschaftspunkten Vorsprung sind für uns die vier Brettpunkte wichtig. Mit diesem Abstand könnten wir uns notfalls sogar einen Ausrutscher leisten und blieben vorne. Genau dieses Polster wollen wir im letzten Drittel der Saison halten oder ausbauen.
Bassem Amin, Topspieler der Bundesliga mit 8,5/10. Hinten: Anton Korobov im wichtigen Duell gegen Frauenbundestrainer Zahar Efimenko. | Fotos: Angelika Valkova
Viernheim 3 spielte auswärts in Bad Mergentheim. Die Aufstellung war ausgeglichen. Nach den Zahlen hatten wir sogar leichte Vorteile, doch wir konnten sie nicht nutzen.
Zu Beginn lief es gut. Stefan S. baute starken Druck am Königsflügel auf und brachte uns in Führung. Lorenz hatte viel Raum und eine angenehmere Stellung, fand aber keinen Durchbruch und musste ins Dauerschach gehen. Danach gab Till seine Partie ab und es stand 1,5 zu 1,5. Michael an Brett 2 und Stefan M. an Brett 3 teilten die Punkte.
Paul sorgte erneut für Hoffnung. Er griff am Königsflügel an und setzte seinen Gegner matt. Mateusz geriet in Zeitnot und konnte seine Stellung nicht mehr halten. Kurz vor dem Matt gab er auf. Damit war wieder alles ausgeglichen.
Hans-Peter in einem interessanten Endspiel. Später entschied er sich für die falsche Abwicklung.
Hans-Peter kämpfte in einem schwierigen Endspiel weiter. Nach gutem Spiel reichte es jedoch nicht mehr für den halben Punkt. So verloren wir knapp mit 3,5 zu 4,5.
In der Tabelle stehen wir nun auf Rang neun. Der Abstand nach oben ist gering. Gegen Eppingen 2, die direkt vor uns stehen, brauchen wir dringend Punkte. Der Abstiegskampf bleibt noch offen.
Es geht Schlag auf Schlag in der Schachbundesliga. Nach unserem Doppelsieg vor drei Wochen sind wir an diesem Wochenende wieder gefordert. Die Reise geht nach Bremen, wo wir auf zwei Teams aus der oberen Tabellenhälfte treffen: am Samstag auf Werder Bremen, ein potenzielles Spitzenteam, und am Sonntag auf die stets soliden, schwer zu schlagenden Großmeister vom SK Kirchweyhe. Unser Ziel ist klar: gewinnen, Tabellenführung verteidigen. Personell werden wir sehen müssen, wen wir an die Bretter bekommen, da beim Superturnier in Prag nicht weniger als fünf unserer Spitzenkräfte im Einsatz sind. Wie immer werden Angelika Valkova und Ilja Zaragatski das Geschehen live auf YouTube begleiten.
Jorden van Foreest hat jetzt in Prag mit einem spektakulären Sieg über Vincent Keymer aufhorchen lassen. Das freut uns, aber wir werden in Bremen ohne unseren Niederländer zurechtkommen müssen. | Foto: Angelika Valkova/SC Viernheim
Die vierte Mannschaft spielte gegen Mannheim Lindenhof 2. Am Ende konnten wir den Wettkampf mit 4,5 zu 3,5 für uns entscheiden.
Alexander, Nico und Ahmed holten jeweils einen vollen Punkt. Stefan, Maximilian und Balint spielten remis. Leider mussten Hakan und Simon ihre Partien abgeben.
Insgesamt war es ein spannender Mannschaftskampf. Alexander gewann souverän nach einem Qualitätsgewinn und zum Schluss wurde auch noch die Dame eingestellt. Ahmed setzte sich in einem interessanten Theorieduell durch. Nico hatte eine Leichtfigur mehr und verwertete seinen Vorteil sicher. Die Remispartien waren solide geführt.
Nach einem harten Kampf konnte Nico seine Mehrfigur endlich zur Geltung bringen. In dieser Stellung fand er den Zug ..Lc7+. Wenige Züge später gab sein Gegner auf.
Still und heimlich hat sich unsere vierte Mannschaft damit auf den dritten Tabellenplatz geschoben. Als nächstes spielen wir gegen Hockenheim 3.