Was für ein Wochenende. Was für eine Saison. 30:0 Mannschaftspunkte, 81,5 Brettpunkte, 7 Punkte Vorsprung vor der Konkurrenz. Wir kehren als Deutscher Meister vom Bundesligafinale in Berlin zurück. Unser zweiter Titel in drei Jahren.
Zwei Siege am Heimwochenende, zwölf Siege in zwölf Runden – wir setzen uns an der Spitze der Bundesliga weiter ab. Nach dem 5,5:2,5 gegen den FC Bayern München und dem 7:1 gegen den SV Deggendorf stehen wir bei 24:0 Punkten. Baden-Baden folgt mit 21:3.
Chess meets Cinema: Igor Kovalenko zu Gast in der Brennessel
Am Donnerstag, 19. März, veranstalten wir gemeinsam mit dem Programmkino Brennessel in Hemsbach einen besonderen Abend zwischen Schach und Film. Unter dem Titel „Chess meets Cinema“ steht unser Bundesligaspieler Igor Kovalenko im Mittelpunkt – mit einem Simultan, einem Gespräch über sein Leben und einer Filmvorführung der „Schachnovelle“.
Deutscher Mannschaftspokal: Wir stehen in der Finalrunde!
Mit zwei 3:1-Siegen in Bad Königshofen haben wir uns für die Finalrunde des Deutschen Mannschaftspokals qualifiziert. Als Titelverteidiger waren wir direkt für die Zwischenrunde gesetzt. Den Auftakt meisterten wir souverän mit jeweils 3:1-Siegen gegen den SC 1957 Bad Königshofen und die Schachfreunde Hamburg. Teambetreuer Stefan Spiegel: "Ein gelungener Ausflug ins idyllische Bad Königshofen und klare sportliche Erfolge dank einer guten Teamleistung in bester Stimmung." Jetzt freuen wir uns auf die Finalrunde am 30./31. Mai, wo wir unter anderem unseren Freunden aus Baden-Baden begegnen werden.
Der Deutsche Meister SC Viernheim hat sich in der Schachbundesliga warmgespielt. Nach dem Doppelerfolg im Januar gelangen den Viernheimern am ersten Februarwochenende vor heimischem Publikum zwei weitere Triumphe. Einem 6:2-Kantersieg über den FC Bayern München ließen die Viernheimer ein 5:3 über den SV Deggendorf folgen. In der Tabelle haben sich die Viernheimer mit nun 11:3 Punkten auf den fünften Rang emporgearbeitet.
Viernheims Bürgermeister Matthias Baaß und Vereinsvorsitzender Stefan Martin eröffnen das Bundesligawochenende. | Foto: Sandra Schmidt
Großkampftag im Bürgerhaus Viernheim. Die erste und die zweite Mannschaft spielen an diesem Wochenende zwei bzw. drei Matches in der ersten und zweiten Bundesliga. Beide stehen unter Druck.
Nachdem die „Zweite“ am Freitag den Spielsaal für sich hatte, stößt am Samstag die „Erste“ dazu. Vor den Augen von Bürgermeister Matthias Baaß, der seinen Besuch angekündigt hat, geht es ab 14 Uhr gegen den FC Bayern München, tags darauf ab 10 Uhr gegen den SV Deggendorf.
Ganz so viele Besucher wie zu den zentralen Runden 2024 in Viernheim werden an diesem Wochenende wahrscheinlich nicht kommen. Oder? | Foto: Stefan Spiegel
Die Dritte Mannschaft hatte ein Heimspiel gegen BG Buchen. Wir waren im Schnitt schwächer aufgestellt und mussten besonders an den hinteren Brettern Punkte holen. Der Start verlief leider etwas holprig. Ali verlor seine Partie, und Dominique konnte sich in einem symmetrischen Turmendspiel nur mit einem Remis begnügen. Doch im weiteren Verlauf der Partien konnten wir unsere besseren Stellungen ausnutzen. Yuxuan holte an Brett 5 den ersten Punkt und glich aus. Lorenz brachte uns mit seinem Sieg an Brett 6 sogar in Führung, sodass es 2,5:1,5 stand. Hans-Peter musste noch etwas Technik in seinem Turmendspiel zeigen, konnte aber das Ergebnis auf 3,5:1,5 ausbauen. Malte hatte es gegen einen sehr starken Gegner schwer und stellte eine Qualität ein, trotz seines zähen Widerstands musste er sich schließlich geschlagen geben, was den Stand auf 3,5;2,5 brachte. Helmut kämpfte in einer sehr komplizierten Stellung weiter, und das Spiel blieb unklar.
Stefan kurz vor dem entscheidenden Sieg für die Mannschaft. Foto: Lorenz Gottschall
Schließlich konnte Stefan mit guter Technik in ein besseres Endspiel abwickeln und die volle Stärke seiner Dame zeigen. Damit war der Mannschaftssieg mit 4,5 Punkten sicher, und Helmut einigte sich mit seinem Gegner auf ein Remis. Der Endstand war 5:3 für Viernheim, und wir bleiben auf Platz 4 im vorderen Mittelfeld.
Zweimal in Folge den Tabellenführer besiegt, zwei Mannschaften die erste Niederlage zugefügt, die bis dahin mit null Minuspunkten dastanden. Unsere erste Mannschaft meldet sich nach wenig gelungenem Saisonauftakt in der Schachbundesliga zurück. Einem 4,5:3,5 über die OSG Baden-Baden am Samstag haben wir am Sonntag ein 4,5:3,5 über die SF Deizisau folgen lassen.
Nodirbek Abdusattorov mit Fan. | Foto: Christian Hoffmann
Jetzt freuen wir uns auf die beiden Heimspiele am 1./2. Februar im Bürgerhaus gegen Bayern München und den SV Deggendorf. Aus Viernheimer Sicht werden es zwei Großkampftage, da parallel unsere zweite Mannschaft daheim ihre Matches gegen Schönaich und Böblingen bestreitet. Wir freuen uns auf möglichst viele Zuschauerinnen und Zuschauer.
Für uns geht es am Samstag um nicht weniger als darum, nicht vorzeitig aus dem Meisterschaftsrennen auszuscheiden. In einer Begegnung mit vorentscheidendem Charakter treffen wir ab 14 Uhr in Baden-Baden auf den Tabellenführer Baden-Baden. Abzusehen ist, dass für dieses Spitzenspiel des fünften Spieltags beide Clubs, so weit möglich, in Topbesetzung antreten. Die Zuschauer an den Bildschirmen und vor Ort erwartet ein Stelldichein der Weltklasse.
An unsere jüngste Begegnung mit dem Serienmeister denken wir gerne zurück. Auch während der zentralen Runden im Februar Viernheim traten wir, damals Tabellenführer, und die Baden-Badener, damals Titelverteidiger, in Bestbesetzung gegeneinander an. Uns gelang vor heimischer Rekordkulisse ein ungefährdetes 5:3 gegen Keymer&Co., die Basis für den späteren Gewinn der Deutschen Meisterschaft.
Viernheim gegen Baden-Baden vor vollem Haus, da werden Erinnerungen wach. | Foto: Stefan Spiegel
Diesmal sind die Vorzeichen umgekehrt. Baden-Baden führt die Tabelle an, und wir begegnen dem Grenke-Team als Titelverteidiger. Nicht nur Stefan Martin und Stefan Spiegel hoffen, dass trotz umgekehrter Vorzeichen das Ergebnis dasselbe sein wird. Um eine realistische Meisterschaftschance zu erhalten, brauchen wir diesmal einen Sieg sogar dringender als vor knapp einem Jahr.