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Stehvermögen gefragt

Geschrieben von Detlev am .

Viernheim III setzt sich gegen Sandhausen mit 5 1/2 : 2 1/2 durch

Leicht favorisiert ging unser Team in das Landesliga-Match und führte schon früh mit 2:0, da Helmut Klee eine verfehlte Partieanlage seines Gegners und Detlev Birnbaum eine ungenaue Zugfolge seines Partners ausnutzen konnten. Hakan Horata kam dagegen mit der Eröffnung seines Gegners gar nicht zurecht und verlor bald. Der Rest des Matches war ein langes und zähes Ringen.

Die Zeitkontrolle war lange verstrichen, als sich Till Engemann dem Remis in seiner Partie "fügte". Lange hatte er Gegner und Stellung dominiert und war mit zwei Mehrbauern auf Siegkurs gewesen, bis er den Faden und seine Vorteile wieder verlor. Umgekehrt konnte sich Stefan Martin über ein Remis freuen, nachdem er bei schwacher Königsstellung lange unter Druck gestanden hatte. Den vierten Punkt für Viernheim brachte der überlegene Sieg von Stefan Spiegel, der seinen Gegner erst positionell überspielte und seinen Vorteil im Endspiel quirliger Springer gegen behinderten Läufer realisierte. Der Gegner von Leo Katz geriet durch diesen 2:4 Rückstand seines Teams unter Erfolgsdruck und ging - da er seinen kleinen Vorteil (Bauernplus bei schlechterer Bauernstruktur) nicht verdichten konnte - ein höheres Risiko ein. Die Achterbahnfahrt ging somit für Leo damit weiter, nachdem er lange besser und durch einen Einsteller in Nachteil geraten war, er konnte sich damit aber gut arrangieren. Die Ungenauigkeiten seines Gegners in der Endspielbehandlung nutzte er eindrucksvoll aus und zwang ihn - beide Spieler hatten nicht mehr viel mehr als die Inkrementzeit zur Verfügung - in eine Zugzwangstellung, die in ein leicht gewonnenes Turmendspiel mündete. Das Match war damit entschieden, ein weiterer Höhepunkt sei aber noch erwähnt: Ein spannendes und inhaltsreiches Ringen endete am Spitzenbrett mit einem Remis. Läuferpaar gegen Springerpaar war das Thema bei Andreas Schmohel. Es gelang ihm nicht nur, den Druck der in seine Königsstellung hineinschielenden Läufer zu neutralisieren, er konnte auch mit der Dame in die gegnerischse Stellung eindringen und einen Stützpukt für einen Springer schaffen. Sein Gegner konnte die Partie jedoch in etwa im Gleichgewicht halten und in ein Turmendspiel abwickeln. Andreas spielte originell weiter auf Sieg, in dem er einen Bauern opferte und auf seinen vorgerückten Freibauern setzte. Der Sandhäuser Spitzenspieler fand aber einen Weg, sich erfolreich zu verteidigen. Ein lange Zeit offenes Match auf sehr gutem Landesliganiveau war nach 6 1/2 Stunden mit einem etwas zu hohem Sieg unseres Teams beendet.